Mogollon Rim

Nach Pine geht der trocken- heisse Teil des AZT zu Ende, da geht es hoch über den Mogollon Rim auf das Colorado Plateau, 2000- 2500 ü.M. Die Vegetation verändert sich ensprechend: der Weg führt durch Pinienwälder und extensives Weideland.


Richtung Mogollon Rim

Der AZT steigt langezogen sanft höher. Weniger gemütlich ist das Wetter:
Arizona kann auch Aprilwetter. Der Wetterumsturz hielt über mehrere Tage: angefangen mit Regen, unterbrochen von kurzem Sonnenschein. Der folgende Freitag war merklich kühler: starker Wind vertrieb die Regenwolken. Kaum hatte ich das Zelt aufgestellt, brach ein Gewitter los, gefolgt von Eisregen und Schnee. Das erste Unwetter im neuen Zelt. Ich verbrachte den Abend damit, zu beobachten, ob die Wanderstöcke, die als Zeltgestänge dienen, dem standhalten würden. Ich blieb trocken und warm, ein einfaches, zutiefst befriedigendes Gefühl....
Kurzum: Sauwetter

...das sich im Laufe des nächsten Tages verflüchtigen sollte. Der 3. Aprilwettertag. Es nieselte zwar nur, aber das reichte aus, um den Wanderweg aufzuweichen. Pfundweise Erde klebte an meinen Schuhen. Es war zermürbend. Ich versuchte, den Frust auszublenden und mich stur auf's vorwärts bewegen zu konzentrieren, Autopilot sozusagen. Das gelang einigermassen, bis zu dem Moment, als ein junger Ultraleicht- Wanderer frisch und locker an mir vorbeigezogen ist. Er in Shorts, ich in voller Regenmontur. Der schien die widrigen Umstände nicht zur Kenntnis zu nehmen. Das will ich mir merken. Für morgen, heute reicht die Energie dazu nicht mehr aus, ich mache Feierabend.




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